Leider unterstützen wir Internet Explorer nicht mehr.

Bitte verwenden Sie Microsoft Edge, Google Chrome oder Firefox.

>
Ratgeber-Übersicht
>
Bauernbrot selber machen: Mit dieser Anleitung gelingt es garantiert

Bauernbrot selber machen: Mit dieser Anleitung gelingt es garantiert

Der Duft und der Geschmack eines frisch gebackenen Bauernbrots weckt bei vielen Menschen schöne Kindheitserinnerungen. Das leckere Roggenmischbrot mit seiner festen Kruste ist ein absoluter Brotklassiker, der zu fast jedem Aufstrich und fast allen Belägen gut passt. In unserem Ratgeber erfährst du, wie du ein aromatisches Bauernbrot ganz einfach selber machen kannst. Wir haben dafür zwei Rezeptvarianten für dich ausgewählt – das schnelle Bauernbrot mit Hefe und das etwas aufwändiger herzustellende Brot mit Sauerteig.

1. Hefe, Wasser, Salz: Die Zutaten für ein einfaches Bauernbrot

Wenn du auf die Schnelle ein knusprig-leckeres Bauernbrot selber machen möchtest, ist die Hefe-Variante optimal für dich. Folgende Zutaten benötigst du dafür:

  • 300 Gramm Weizenmehl Type 1050
  • 300 Gramm Weizenmehl Type 405
  • 1 Packung Trockenhefe oder frische Hefe
  • 380 Milliliter Wasser, lauwarm
  • 2 Teelöffel Brotgewürz für Bauernbrot
  • 2 Teelöffel Salz
  • 1 Esslöffel Zucker

2. Brotgewürz fürs Bauernbrot selbst herstellen

Das Brotgewürz ist zwar fertig zu kaufen, es gibt aber auch die Möglichkeit, dieses selber zu machen. Grundsätzlich kannst du dafür natürlich Gewürze deiner Wahl verwenden, für ein Bauernbrot eignen sich üblicherweise Koriander, Fenchel, Kümmel und Anis. Nimm für die Herstellung des Brotgewürzes jeweils einen Esslöffel der getrockneten Kräuter und mische sie gut durch. In der Gewürz- oder einer Kaffeemühle mahlst du sie dann fein. Für die Lagerung verschliesst du die Gewürzmischung dann in einem luftdichten Gefäss, zum Beispiel in einem Glas.

3. So wird der Brotteig zubereitet

Für die Zubereitung des Brotteigs benötigst du eine grosse Rührschüssel. Der Teig wird dann wie folgt zubereitet:

  1. Gib die trockenen Zutaten (Mehl, Salz, Zucker und Brotgewürz) in die Schüssel und mische alles gut durch.
  2. Füge die Hefe und das lauwarme Wasser hinzu. Frische Hefe löst du zunächst in dem Wasser auf.
  3. Die Masse wird dann mit einem Knethaken des Handmixers gut fünf Minuten zu einem homogenen Teig verarbeitet.
  4. Lasse den Brotteig etwa eine Stunde zugedeckt unter einem Küchentuch gehen.

Ein Hinweis: Wer regelmässig Bauernbrot oder andere Brote backt, für den kann sich die Anschaffung eines Brotbackautomaten lohnen. Dieser übernimmt sowohl die Zubereitung als auch das Backen.

4. Was beim Backen des Bauernbrots zu beachten ist

Bevor du das Bauernbrot geniessen kannst, muss es zunächst noch geformt und gebacken werden. Befolge hierbei folgende Arbeitsschritte:

  1. Nimm den durch die Hefe aufgegangenen Teig aus der Schüssel und lege ihn auf eine bemehlte Arbeitsfläche.
  2. Knete ihn mit den Händen gut durch und forme einen runden Brotlaib.
  3. Der geformte Teig wird dann auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech gelegt und nochmal für etwa eine Stunde zugedeckt.
  4. Heize den Backofen auf 220 Grad Ober- und Unterhitze (Umluft 200 Grad) vor.
  5. Vor dem Backen bestreichst du den Teig grosszügig mit Wasser – so erhältst du eine schöne Kruste.
  6. Backe das Bauernbrot für circa 15 Minuten an.
  7. Verringere danach die Backofentemperatur auf 200 Grad beziehungsweise 180 Grad Umluft und lasse das Brot für eine weitere Backzeit von 40 Minuten im Ofen.
  8. Vor dem Verzehr sollte das Brot vollständig auskühlen.

Unser Tipp: Bevor du das Brot backst, lohnt es sich, es ein paar Mal „abzuschlagen“. Schlage dafür einfach mit der Hand oder der Faust auf den Teig. Überschüssige Luft kann so entweichen und das Brot wird feinporiger und elastischer.

5. Die leckere Alternative: Bauernbrot mit Sauerteig

Bauernbrot kannst du alternativ anstelle der Hefe auch mit Sauerteig herstellen. Der Aufwand dazu ist etwas grösser, das Ergebnis aber auch deutlich aromatischer. Für den Sauerteig sind folgende Zutaten notwendig:

  • 50 Gramm Roggenmehl Type 1150
  • 100 Gramm Roggenvollkornmehl
  • 150 Milliliter Wasser
  • 15 Gramm Anstellgut

Beim Anstellgut handelt es sich um einen Sauerteig in konzentrierter Form. Diesen kannst du in der Regel beim Bäcker kaufen. Möglich ist es auch, aus einem vorherigen Sauerteig einen kleinen Teil zu behalten, diesen im Kühlschrank zu lagern und dann bei Bedarf als Anstellgut wieder zu verwerten.

6. Die Zutaten für das Bauernbrot mit Sauerteig

Für die Zubereitung des Brotteigs benötigst du zusätzlich zum Sauerteig noch folgende Zutaten:

  • 200 Gramm Roggenmehl Type 1150
  • 100 Gramm Weizen- oder Dinkelmehl Type 1050
  • 50 Gramm Weizen- oder Dinkelvollkornmehl
  • 180 Milliliter Wasser
  • 10 Gramm Salz

7. Die Zubereitung des Bauernbrots ohne Hefe

Zunächst stellst du den Sauerteig her. Dafür vermischst und verknetest du alle Zutaten. Achte darauf, dass du warmes Wasser mit einer Temperatur von 28 bis 30 Grad verwendest. Der Teig sollte dann für mindestens 20 Stunden bei Raumtemperatur ruhen. Danach kannst du die weiteren Zutaten mit dem Sauerteig zusammenfügen und daraus einen Brotteig kneten. Lasse diesen fertigen Teig nochmals für ein bis zwei Stunden an einem warmen Ort bei einer Temperatur von 25 Grad gehen. Backe das Sauerteigbrot dann genauso wie das mit Hefe.

Das könnte dich auch interessieren

Getreidesorten: kraftvolles Korn für jede Brotsorte

Als der Mensch begann, Getreide für seine Nahrung anzubauen, begann eine völlig neue Ära. Der Wechsel vom Jäger- und Sammlerleben zum sesshaften Bauern hängt untrennbar mit dem Anbau von Korn zusammen. Bis heute gehört die Kulturpflanze zu den Grundlagen der Ernährung. Es gibt zahlreiche Sorten, die fast alle als Brotgetreide verwendet werden können. Welche Sorten sind die beliebtesten in der Schweiz, welche Eigenschaften haben Hafer, Gerste, Roggen und Co.? Welches Korn ist das gesündeste? Diese und andere Fragen rund um das nahrhafte Gewächs klären wir im folgenden Text.

Einfache Blechkuchen: Tipps und Rezeptideen für das schnelle Backen

Ob als Streusel- oder Butterkuchen, ob als Schoko- oder Obstkuchen – Blechkuchen kommen zu vielen Anlässen gut an. Sie sind lecker, abwechslungsreich und lassen sich meist einfach und schnell herstellen. In unserem Ratgeber erfährst du, wann es sich lohnt, einen Blechkuchen zu backen und welcher Teig sowie welche Beläge für einfache Blechkuchen geeignet sind. Ausserdem haben wir noch zwei einfache und schnelle Blechkuchenrezepte mit praktischen Tipps für die Zubereitung für dich ausgewählt.

Aufbackbrötchen – praktisches Frühstück und Snack für zwischendurch

Aufbackbrötchen sind mit vielen Klischees behaftet: Sie seien lange nicht so gut wie frische Ware vom Bäcker, bestünden aus billigem Teig und würden schnell pappig. Andere Menschen schwören hingegen auf die kleinen Teiglinge, die für gewöhnlich nur kurz im Ofen aufgebacken werden müssen. Schliesslich sparst du mit Aufbackbrötchen im Haus den morgendlichen Gang zum Bäcker. Doch was sind die, zumeist in Plastikbeuteln eingeschweissten, Brötchen überhaupt? Wie werden sie hergestellt, wie gut sind sie und wodurch unterscheiden sie sich von den frischen Brötchen vom Bäcker? Fest steht: Es gibt, wie bei allen Backwaren, grosse Unterschiede und unterschiedliche Geschmäcker.

Kuchen ohne Butter: Diese leckeren Alternativen gibt es

In einen „richtigen“ Kuchen gehört auch Butter – dieser Ansicht sind immer noch viele Menschen. Ein Verzicht auf den fettreichen Geschmacksträger ist für sie unvorstellbar. Dabei ist das Backen ohne Butter ohne weiteres möglich. Zur Auswahl stehen neben der Margarine einige Ersatzzutaten als gute Alternativen für einen leckeren Kuchen. Wir verraten dir, wie du einen Kuchen auch ohne Butter backen kannst, welche Zutaten du dafür benötigst und was du bei der Zubereitung beachten solltest.

Roggensauerteigbrot – Was drin steckt und wie es gebacken wird

Das Besondere am Roggensauerteigbrot lässt sich schon am Namen ablesen: der Sauerteig. Im Gegensatz zu einfacher Hefe besteht dieser natürliche Backhelfer aus mehreren Zutaten und bringt einen ganz besonderen Geschmack ins Brot hinein. Das Anstellgut kannst du ganz einfach selbst herstellen und es zu weiteren Sauerteigen für deine Brote verwenden. Am Ende bekommst du mit dieser Methode ein leckeres Brot mit köstlicher Kruste, das erstaunlicherweise für viele Menschen deutlich bekömmlicher ist als „schnelles“ Brot, das nur mit Hefe oder anderen Zutaten hergestellt wird.

Schwaden: Brotbacken mit Dampf wie beim Bäcker

Krosse Krume, ein aromatisches, weiches Inneres und ein feiner Duft: Das frische Brot aus der Bäckerei ist ein echtes Kunstwerk. Was für den Bäckermeister beim Brotbacken eine alltägliche Technik ist, benutzen Hobbybäcker zu Hause eher selten: Mit Schwaden bekommt das Brot mehr Feuchtigkeit und zugleich eine leckere Kruste. Wir schauen uns an, wie du die professionelle Methode auch zu Hause anwenden kannst, was dir die Nutzung bringt und wie du Schwaden notfalls ersetzen kannst.