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Mehl Typ 550 – gesund und lecker

Mehl Typ 550 – gesund und lecker

Mehl ist nicht gleich Mehl, und selbst beim Weizenmehl gibt es verschiedene Typenbezeichnungen, die auf die Farbe, den Mineralstoffgehalt und die Backeigenschaft verweisen. Das Backen von Broten oder Gebäck gelingt mit bestimmten Mehltypen besser. Das günstigste Mehl ist Auszugsmehl, das keine Schalen oder Keim enthält. Höherwertiges Mehl mit Mehl Typ 550 ist gesünder und lässt sich auch länger lagern.

Was ist der Mehltyp?

Bei den Mehlsorten findest du auf der Packung immer den Verweis auf den Mehltyp. Das trifft auf Mehl zu, das abgepackt ist und im Regal von Supermärkten und Bioläden steht. Der Mehltyp hat nichts mit dem Feinheitsgrad des Mehls zu tun, sondern gibt vielmehr an, wie hoch der Aschegehalt des Mehls ist und entsprechend der enthaltene Mineralstoffgehalt. Um den Mehltyp zu ermitteln, werden 100 Gramm Mehl verbrannt. Die darin zurückbleibende Asche zeigt beim Wiegen, welche Typnummer dem Mehl zugewiesen wird. Gleichzeitig stimmt das Aschegewicht mit dem ursprünglichen Mineralstoffgehalt überein.

Welche Mehltypen gibt es bei Weizenmehl?

Weizenmehl wird in die Typen 405, 550 und 1050 eingeteilt. Dabei verweist der Typ auf die Mineralstoffmenge pro 100 Gramm. So enthält Mehl Typ 550 entsprechend 550 Milligramm Mineralstoffe auf 100 Gramm Mehl und die anderen Sorten die Anzahl, die der Mehltyp aufweist. Einfluss auf den Mehltyp hat der Ausmahlungsgrad, also wie stark das gesamte Korn gemahlen wurde. Je kleiner der Mehltyp, desto weniger Mineralstoffe sind enthalten. Je heller das Mehl, desto niedriger ist auch die Typbezeichnung. So hat der Mehl Typ 1050 eine eher dunkle Farbe, während Typ 405 sehr hell ist. Dazu enthält Mehl Typ 1050 Weichweizen und Dinkel und wird mit den Schalenteilen zum Mehlkörper vermahlen. Daneben gibt es weitere Typenbezeichnungen, so Mehl Typ 812 und 00. Typ 812 hat einen höheren Ausmahlungsgrad und ist reich an Mineralien, in der Konsistenz jedoch gröber. Das macht das Mehl für helles Mischbrot und herzhaftes Gebäck geeignet. Mehl Typ 00 ist ein beliebtes Pizzamehl, jedoch nicht überall erhältlich. Eine andere Bezeichnung ist Manitobamehl.

Warum sind verschiedene Weissmehlsorten unterschiedlich in der Farbe?

Das Mahlen hat einen entscheidenden Einfluss auf das Mehl und seine Farbe. Vor dem Mahlen des Korns in einer Mühle ist es notwendig, Schale und Keimlinge zu beseitigen. Für Mehl Typ 405 werden sämtliche Schalen entfernt, sodass nur der Mehlkörper übrig bleibt. Das Mehl weist einen höheren Anteil an Kohlenhydrate auf und weniger Vitamine und Mineralstoffe. Letztere stecken nämlich vorwiegend in Keim und Schale, daher ist beispielsweise Vollkornmehl besonders reich an Mineral- und Ballaststoffen, da es Schale und Körner enthält.

Welche Mehlsorte ist Mehl Typ 550?

Die Verarbeitung des Mehls aus Weichweizen bestimmt den Mehltyp. Je stärker das Getreide verarbeitet wurde und je weniger Schale und Keim es enthält, desto niedriger ist der Nährstoffgehalt. Mehl Typ 550 enthält einen höheren Anteil an Asche und Mineralstoffe als Typ 405. Damit ist er besser für alle feinporigen Teigwaren geeignet und ermöglicht eine vielseitige Zubereitung von Lebensmitteln, während der Teig griffig und formbarer bleibt. Als etwas gesünderes Mehl mit Vitaminen und Mineralstoffen lässt sich diese Sorte auch gut für eine Mischung mit anderen Mehltypen verwenden. Für alle Nudel- und Strudelteige oder für Hefegebäck, Backwaren und Brote ist Mehl Typ 550 eine gute Wahl, wirkt in der Farbe auch etwas dunkler. Gerade für den launischen Hefeteig mit Salz eignet sich der Mehltyp hervorragend.

Was ist der Unterschied zwischen Typ 405 und Typ 550?

Typ 405 ist Auszugsmehl und war früher teurer als Vollkorn, da die Mühlentechnik noch nicht so ausgereift war. Das ist heute natürlich anders. Unterschiede bei den Mehlsorten und Typen zeigen sich in Konsistenz, Farbe und Ausmahlungsgrad. Je höher der Wert dabei ist, desto grobkörniger ist auch das Mehl und nimmt Flüssigkeit langsamer auf. Mehl Typ 550 ist hervorragend für das Backen der hellen Brotsorten in Bäckereien geeignet, während Typ 405 eine gute Bindefähigkeit aufweist und bestens für das Backen von Kuchen, Keksen oder das Andicken von Saucen taugt.

Welchen Ausmahlungsgrad besitzt Mehl Typ 550?

Das eher helle Weissmehl eignet sich bestens für das Backen von Brot und Brötchen und wird auch von Pizza-Liebhabern empfohlen, da damit ein besonders lockerer und schmackhafter Teig gelingt und die Hefe hervorragend aufgeht. Das liegt daran, weil Mehl Typ 550 einen Ausmahlungsgrad von 64 bis 71 Prozent aufweist und schon eher an Vollkornmehlsorten heranreicht. Dadurch enthält es einen höheren Mineralstoffgehalt als Mehl Typ 405 und nimmt gleichzeitig langsamer Flüssigkeit auf, beispielsweise wenn du an den Teig Wasser oder Milch gibst. Der Teig gelingt mit dieser Mehlsorte leichter und bleibt auch beim Backen stabiler, eignet sich jedoch weniger für Süssgebäck und Kuchen.

Für welche Lebensmittel ist Weissmehl mit Mehl Typ 550 geeignet?

Die Mehlsorte kannst du nach Geschmack und Vorliebe auswählen. Entscheidest du dich für Weizenmehl, sind in der Schweiz im Supermarkt vor allen Dingen Typ 405, 550 und 1050 gängig. Sehr gut eignet sich Mehl Typ 550 für das Backen folgender Lebensmittel und Teigsorten:

  • Blätterteig
  • Weissbrot
  • Pizza
  • Brötchen
  • Rührteig
  • Biskuitteig
  • Hefegebäck
  • Quarkteig
  • Stollen
  • Spätzle
  • Knödel

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