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Hefe einfrieren: die Triebkraft fürs Backen auf Eis legen

Hefe einfrieren: die Triebkraft fürs Backen auf Eis legen

Um schmackhaftes Brot oder süssen Zopf zu backen, benötigst du Hefe. Das natürliche Backtriebmittel ist wichtig, damit der Teig beim Backen aufgeht und die Backwaren fluffig und aromatisch werden. Ärgerlich ist es jedoch, wenn du keine Hefe vorrätig hast oder diese im Supermarkt gerade ausverkauft ist. Damit du immer auf Hefe zurückgreifen kannst, lohnt es sich, diese einzufrieren und bei Bedarf wieder aufzutauen. Worauf du beim Einfrieren achtest solltest, wie lange sich die Hefe im Gefrierschrank hält und wie du sie am besten wieder auftaust, erfährst du in unserem Ratgeber. Ausserdem haben wir Tipps zum Einfrieren eines Hefeteigs und -brots.

1. Frischhefe einfrieren: So einfach geht es

Frischhefe einzufrieren ist ganz einfach. Hefewürfel kannst du einfach in ihrer Originalverpackung in den Tiefkühler legen. Der Vorteil: Sie nehmen nicht viel Platz weg. Ist vom Brotbacken noch ein Rest Hefe übrig geblieben, kannst du auch diese einfrieren. Verpacke sie einfach in etwas Alufolie oder lege sie in einen Gefrierbeutel. Natürlich kannst du sie auch in eine Plastikdose geben. Achte jedoch bei einer grösseren Menge darauf, dass die einzelnen Hefestücke nicht direkt aneinander liegen, sondern zwischen ihnen immer noch etwas Luft ist. So verhinderst du, dass sie verkleben.

2. Trockenhefe und Hefewasser tiefkühlen

Nicht nur frische Hefe kann eingefroren werden. Auch die Haltbarkeit von Hefepulver beziehungsweise Trockenhefe kannst du verlängern. Lege die Trockenhefe dafür ebenfalls in ihrer Verpackung in den Gefrierschrank. Hefewasser, das du selbst hergestellt hast, füllst du dagegen am besten in ein Glas oder in einen Plastikbehälter und frierst es dann ein. Achte dabei darauf, dass du das Glas stehend lagerst, damit sich die Flüssigkeit gleichmässig verteilen kann.

3. Die Haltbarkeit von Frischhefe, die eingefroren wird

Wenn du frische Hefe einfrierst, hält sie sich in der Regel mindestens ein halbes Jahr. Gleiches gilt für Trockenhefe und Hefewasser. Voraussetzung ist jedoch, dass das Haltbarkeitsdatum der Hefe noch nicht überschritten ist, wenn du sie in den Gefrierschrank legst. Im Laufe der Zeit sterben zwar einige Hefezellen ab, die Triebkraft bleibt in der Regel aber gut erhalten. Hier gilt aber: Je frischer die Hefe ist, wenn du sie einfrierst, desto mehr aktive Zellen bleiben erhalten und desto höher ist ihre Triebkraft nach dem Auftauen. Unser Tipp: Damit du das Verfalldatum nicht verpasst, schreibst du auf den Hefewürfel oder den Gefrierbeutel das Datum des Einfrierens.

4. Gefrorene Hefe im Kühlschrank wieder auftauen

Wenn du gefrorene Hefe wieder auftauen möchtest, hast du zwei Möglichkeiten:

  1. In der schnellen Variante verarbeitest du die Hefe direkt, ohne sie vorher aufzutauen. Löse sie dafür (nach Rezeptanleitung) in einer warmen Flüssigkeit (Wasser oder Milch) auf. Dieses Vorgehen eignet sich vor allem dann, wenn es schnell gehen muss.
  2. Die sanftere – und empfehlenswertere – Methode ist das Auftauen der Hefe im Kühlschrank. Lege den noch gefrorenen Würfel auf einen tiefen Teller oder in eine Schale und lasse die Hefe über Nacht im Kühlschrank. Es ist normal, wenn sich am nächsten Morgen etwas Flüssigkeit gebildet hat, die Triebkraft der Hefe ist dadurch aber nicht beeinträchtigt.

5. Die Triebkraft der Hefe prüfen

Um zu überprüfen, ob die aufgetaute Hefe noch gut ist und ausreichend Triebkraft hat, kannst du diese testen, bevor du sie verarbeitest. Gehe dabei wie folgt vor:

  1. Fülle lauwarmes Wasser in ein Glas.
  2. Gib einen Teelöffel Zucker hinein und löse ihn unter Rühren auf.
  3. Lege dann einen Hefewürfel in die Flüssigkeit.
  4. Wenn die Hefe nach zwei bis drei Minuten nach oben steigt, hat sie noch Triebkraft. Bleibt sie dagegen unten, kannst du sie getrost entsorgen.

6. Einen fertigen Hefeteig einfrieren

Hefe kannst du nicht nur als einzelnes Produkt einfrieren, sondern auch dann, wenn du sie bereits mit weiteren Zutaten zu einem Teig verarbeitet hast. Dieses Vorgehen lohnt sich zum Beispiel, wenn du zu viel Teig hast oder auf Vorrat produzieren möchtest. Bereite den Vorteig für ein Brot dabei nach Rezeptanleitung mit der Trocken- oder Frischhefe zu. Es wird empfohlen, den Teig noch vor der Ruhezeit einzufrieren und nicht darauf zu warten, dass er aufgeht. So verhinderst du, dass er nach dem Auftauen matschig und klebrig ist und beim Backen dann zu fest wird. Lege den Teig dann genauso wie die Frischhefe in einen Gefrierbeutel in den Tiefkühler. Etwas anders ist das Vorgehen bei einem süssen Hefezopf. Bereite diesen ebenfalls nach Rezept zu, gönne ihm seine Ruhezeit und flechte bereits einen fertigen Zopf daraus. So frierst du den Hefezopf dann ein:

  1. Packe den Teigzopf locker von allen Seiten in Alufolie ein.
  2. Der Teig sollte dann zunächst für ein sanftes Herunterkühlen für 30 Minuten in den Kühlschrank gelegt werden.
  3. Danach kommt der Hefeteig für etwa zwei Stunden in den Gefrierschrank.
  4. Sobald der Teig leicht angefroren ist, nimmst du ihn heraus und entfernst die Alufolie.
  5. Lege ihn in einen Gefrierbeutel und verschliesse diesen luftdicht. Achte darauf, dass du vorher noch vorhandene Luft herauslässt.
  6. Der Hefelaib kommt nun wieder in die Tiefkühltruhe und hält sich hier knapp drei Monate frisch.

7. Ein gebackenes Hefebrot einfrieren

Ist dein Brot mit Hefe bereits fertig gebacken, kannst du es natürlich ebenfalls einfrieren, zum Beispiel, wenn du auf Vorrat gebacken hast oder aktuell keine Verwendung zum Verzehr findet. Für das Einfrieren eines ganzen Brotlaibs eignen sich ebenfalls grosse Gefrierbeutel oder andere Kunststofftüten. Um einen Gefrierbrand zu verhindern, solltest du die Gefrierbeutel luftdicht verschliessen und überschüssige Luft vorher herausdrücken. Achte zudem auf eine konstante Temperatur im Tiefkühler von etwa minus 18 Grad. Tiefgefroren hält sich das Hefebrot zwei bis drei Monate. Soll das Brot übrigens nur für einige Tage eingefroren werden, eignen sich auch Stoffbeutel, in die du das Hefebrot gut einpackst. Sollten sich weisse Stellen auf der Kruste während der Kühlung bilden, musst du keine Sorge haben. Es handelt sich hierbei nicht um einen Schimmelbefall, sondern lediglich um Eiskristalle. Unser Tipp: Wenn du Brot in einzelnen Scheiben einfrierst, kannst du sie einzeln je nach Bedarf entnehmen. Diese musst du dann nur in den Toaster stecken und hast nach wenigen Minuten eine leckere Brotscheibe.

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