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Hefeersatz: Mit diesen Ersatzzutaten gelingt das Backen

Hefeersatz: Mit diesen Ersatzzutaten gelingt das Backen

Du hast Lust, noch schnell ein Brot, einen Hefezopf oder einen Kuchen backen? Die Zutaten stehen bereits bereit, nur leider fehlt die Hefe? Kein Problem, schliesslich ist die Hefe nicht unersetzbar. Es gibt eine Vielzahl an möglichen Alternativen, mit denen du trotzdem noch zum Backen kommst. In unserem Ratgeber stellen wir dir Produkte vor, die als Hefeersatz infrage kommen und erklären dir, wie sie wirken und wann sie sich eignen. Ausserdem erhältst du noch Tipps und Anleitungen, wie du Hefe und Hefewasser als Ersatz für deine Hefe selbst herstellen kannst.

Wofür benötige ich Hefe beim Backen?

Hefe ist ein natürliches Backtriebmittel aus Hefepilzen, das durch Gärprozesse in Verbindung mit Flüssigkeit und Mehl dazu beiträgt, dass ein Brot- oder ein Hefezopf aufgeht und nach dem Backen weich, fluffig – und natürlich schmackhaft wird. Hefe als Backtriebmittel kannst du daher nicht einfach weglassen, allerdings ist es möglich, die Hefe zu ersetzen. Ein Hefeersatz ist nicht nur dann sinnvoll, wenn du keine Hefe vorrätig hast, sondern zum Beispiel auch bei einer Nahrungsunverträglichkeit gegen Hefe.

Mit welchen alternativen Zutaten kann ich die Hefe ersetzen?

Wenn du keine Hefe vorrätig hast oder diese nicht verwenden willst, kannst du sie abhängig vom Rezept mit folgenden Backtriebmitteln ersetzen:

  • Backpulver
  • Natron
  • Sauerteig
  • Backferment
  • Weinsteinbackpulver
  • Hefewasser

Hinweis: Wenn du auf keins dieser Produkte zurückgreifen möchtest, kannst du auch einen komplett anderen Teig ohne Hefe zubereiten, zum Beispiel einen Quark-Ölteig oder einen Rührteig für Kuchen.

Wie kann Backpulver als Ersatz für die Hefe verwendet werden?

Ein klassischer und einfacher Ersatz für Hefe ist das Backpulver. Dafür sprechen mehrere Argumente: Backpulver ist in den meisten Haushalten vorrätig, du kannst es ohne Vorbereitung verwenden und es weist eine ähnliche Triebkraft wie Hefe auf. Ein Päckchen Hefe entspricht dabei einem halben Würfel Trockenhefe, das für 500 Gramm Mehl reicht. Im Unterschied zu Hefe entfaltet das Backpulver erst im Backofen bei Hitze seine Wirkung und lässt den Teig aufgehen. Ein Teig mit Backpulver benötigt deshalb keine Ruhezeit und ist schneller zubereitet. Backpulver ist ein guter Hefeersatz für helle Weizenbrote, Brötchen und Baguettes. Alternativ zum Backpulver eignet sich auch Weinsteinbackpulver, das im Gegensatz zu Backpulver phosphatfrei ist. Damit Weinsteinbackpulver den Teig aufgehen lässt, benötigst du für 500 Gramm Mehl 18 Gramm des weissen Pulvers.

Wie entfaltet Natron seine Wirkung als Hefeersatz?

Natron ist ein traditionelles und vielseitig einsetzbares Hausmittel, das eine ähnliche Wirkung wie Backpulver erzielen kann und ebenfalls eine gute Alternative für die Hefe beim Backen ist. Damit der Teig mit Natron aufgeht, benötigt das Natron neben der Flüssigkeit zudem Säure. Ideal ist es, wenn in dem Rezept zum Beispiel Zutaten enthalten sind, wie

  • Joghurt
  • Buttermilch
  • Zitrone
  • Essig

Ist das nicht der Fall, fügst du eine kleine Menge von einer dieser Zutaten hinzu. Für die Zubereitung eines Gebäcks mit 500 Gramm Mehl benötigst du fünf Gramm Natron.

Wann verwende ich Sauerteig als Hefeersatz?

Ein natürlicher Ersatz für Hefe ist Sauerteig, der traditionell für die Herstellung von Broten verwendet wird und für einen besonders aromatischen Geschmack sorgt. Einen Sauerteig-Ansatz erhältst du entweder beim Bäcker oder du stellst ihn mit etwas Geduld und Ruhe aber auch selbst mit Wasser und Roggenmehl selbst her. Selbst hergestellter Sauerteig ist aber keine Lösung auf die Schnelle, da das Anstellgut mehrere Tage für die Fermentierung benötigt. Unser Tipp: Als Alternative für die Hefe kommt auch Backferment infrage. Hierbei handelt es sich um eine Art milden Sauerteig, den du fertig als trockenes Pulver in einem Päckchen ähnlich wie Backpulver kaufen kannst.

Wie mache ich Hefe selber?

Wenn es unbedingt Hefe sein muss, kannst du diese als weitere Alternative auch selbst herstellen. Hierfür benötigst du folgende Zutaten (diese entsprechen einem Würfel frischer Hefe):

  • ein Teelöffel Zucker
  • ein Essslöffel Weizenmehl Type 405
  • 100 Gramm (nicht Milliliter) zimmerwarmes Hefeweizen

Fülle alle Zutaten in ein sauberes, abgekochtes und wiederverschliessbares Glas und schüttele die Mischung bei verschlossenem Deckel so lange, bis sich alles gut vermischt hat. Lasse die Hefemischung über Nacht bei Zimmertemperatur ruhen. Vor der Verwendung schüttelst du deinen eigenen Hefeansatz erneut.

Wann kann ich auf Hefewasser als Hefeersatz zurückgreifen?

Hast du kein Hefeweizen vorrätig, ist es zudem möglich, ein Hefewasser als Hefeersatz zum Backen herzustellen. Hierfür benötigst du allerdings etwas Zeit. Das Hefewasser enthält folgende Zutaten:

  • 500 Milliliter Wasser
  • ein Esslöffel Zucker
  • zwei bis drei Stücke Trockenobst, zum Beispiel Datteln, Pflaumen, Aprikosen oder Rosinen

Fülle alle Zutaten ebenfalls in ein Glas und schüttele sie gut durch. Lagere das Hefewasser verschossen für mindestens eine Woche an einem warmen Ort (nicht im Kühlschrank). Zweimal täglich solltest du das Hefewasser dabei aufschütteln.

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