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Zopf backen – Anleitung, Tricks und Tipps rund um Zutaten und Zubereitung in der eigenen Küche

Zopf backen – Anleitung, Tricks und Tipps rund um Zutaten und Zubereitung in der eigenen Küche

Wer liebt ihn nicht, den wunderschön anzuschauenden, süss duftenden Zopf, der zu Feiertagen oder beim Sonntagsfrühstück für Furore sorgt? Vielen gilt er als grosse Kunst des Backens. Der Respekt vor der Zubereitung des Hefezopfs ist berechtigt. Doch das Hantieren mit Mehl und Butter ist kein Hexenwerk. Die Arbeitsschritte sind leicht zu lernen, schon die Vorbereitung macht Spass. Du kannst das Hefegebäck sogar zusammen mit Freunden oder deinen Kindern backen. Vor dem Osterfest oder zu Weihnachten ist das ein besonderes Highlight, an dem sich alle gerne beteiligen. Welche Zutaten du brauchst und wie dir ein lockerer Zopf gelingt, erfährst du hier.

Welche Zutaten werden zum Zopfbacken gebraucht?

Dem wohlschmeckenden Gebäck sieht man es nicht an, dass es nur wenige Zutaten enthält. Du brauchst dazu lediglich:

  • Mehl
  • Butter
  • Milch
  • Hefe
  • Zucker
  • Salz

Mit diesen sechs Grundzutaten gelingt dir bereits ein Hefeteig. Geräte sind nicht notwendig. Ein Zopf ist reine Handarbeit. Mit Schüssel, Waage, Backpapier, einem Löffel und deinem Backofen kommst du aus. Meist hat man die Utensilien und Zutaten im Haus, sodass ein Zopf sogar spontan zubereitet werden kann. Mit Rosinen, Mandeln, Zimt oder einem Schuss Rum verfeinerst du dein Gebäck und gibst ihm eine persönliche oder saisonale Note. Ein Ei sorgt zusätzlich für Lockerheit.

Welches Mehl eignet sich zum Zopfbacken?

In der Regel wird rein weisses Weizenmehl zum Backen von Zöpfen genutzt. Der Zopf ist ein Festtagsgebäck, das zwischen Brot und Kuchen rangiert. Doch viele lieben es durchaus kräftiger und schätzen den Geschmack von vollem Korn. Dem kommt bereits das typische Zopfmehl geschmacklich entgegen. Das Weissmehl wird dabei mit Dinkel (Spelzweizen) angereichert. Das elastische Klebereiweiss des Dinkels erleichtert ausserdem das Flechten. Doch es ist auch möglich, einen Zopf ganz aus Dinkelmehl zu backen oder Vollkornmehl zu verwenden. Wer es nicht ganz so kräftig mag, mischt die Mehlsorten und verwendet Weissmehl, Halbweissmehl, Ruchmehl und Vollkornmehl anteilig. Beim Backen mit Vollkornmehl musst du allerdings beachten, dass es schwerer geht und etwas mehr Hefe benötigt.

Wie viel Butter brauche ich für einen Zopf?

Das Verhältnis der Zutaten richtet sich zunächst nach der Menge des Mehls und der Grösse des Zopfes, den du backen willst. Ausserdem spielt die Art des Mehls eine Rolle. Bedenke immer, dass der Teig nach dem Kneten noch aufgeht und sich gut um zwei Drittel vergrössert.

  • Bewährt hat sich bei 500 Gramm Weissmehl eine Zugabe von 20 Gramm Butter für ein einfaches Gebäck. Dazu kommen ein Viertel Liter Milch, 25 Gramm Hefe und 5 Gramm Zucker.
  • Bei einem Butterzopf liegt die Menge deutlich höher. Auf 500 Gramm Weissmehl kommen 200 Gramm Butter, 35 Gramm Hefe und ein Eigelb.

Verwendest du anteilig oder insgesamt Vollkornmehl, solltest du die Hefemenge auf bis zu 50 Gramm anpassen.

Was macht das Salz im Zopfteig?

Bestimmt hast du dich schon gefragt, was es mit dem Salz im Zopf auf sich hat. Das Gebäck soll doch süss wie ein Kuchenbrot schmecken. Salz im Hefezopf hat viele Funktionen:

  • Salz und Zucker sind eine einmalige Geschmackskomposition und ergänzen einander perfekt
  • Salz steuert die Entwicklung von Enzymen und beeinflusst zusammen mit dem Zucker die Gärung im Hefeteig
  • Salz sorgt für eine würzige Basis und einen kräftigeren Geschmack, das hat physiologische Gründe – Proteine sind für den Transport in den Zellen notwendig, sie beeinflussen auch unsere Geschmackssensoren. Ohne Salz schmeckt Süsses fade. Bestimmte Proteine in unserem Körper transportieren Zucker nur, wenn Natrium (Salz) dabei ist – so kommt es, dass Süsses bewusst wahrgenommen und geschmeckt wird.

Du kannst mit Salzzugaben auch experimentieren und die übliche Prise Salz mit gemahlenem Sesam oder einem winzigen Schuss Sojasauce austauschen.

Wie viel Zeit brauche ich für die Zubereitung?

Die Herausforderung und der Spass beim Hefeteig bestehen in seinen Ruhezeiten. Hefeteig zuzubereiten bietet dir ein Backerlebnis par excellence. Daher eignet sich das Backen auch als Event mit Freunden und Kindern. Zopfbacken hat etwas Meditatives. Das Abmessen von Mehl, Milch und Zucker, das Schneiden der Butter und das Zurechtlegen von Ei und Backpapier sollten zeitig erfolgen, denn für ein Gelingen müssen alle Zutaten Raumtemperatur haben. Du kannst den Teig mit einem Vorteig ansetzen oder ohne ein Hefestück zubereiten:

  • Entscheidest du dich für ein Vorgehen mit Vorteig, gehst du so vor: Du siebst Mehl in eine Schüssel, machst mittig eine Vertiefung. In die handwarme Milch kommt zerbröselte Hefe, die mit ein wenig Zucker verrührt, in die Mitte der Schüssel gegossen und dort mit Mehl zu einem Brei verrührt wird. Du streust etwas Mehl darüber, deckst die Schüssel mit einem Tuch ab und lässt alles an einem warmen Ort 20 Minuten gehen. Dann verteilst du die weiteren Zutaten und Gewürze am Rand und verarbeitest alles mit den Händen von der Mitte aus zu einem glatten Teig, den du wiederum abgedeckt warm stellst. Nach abermals 20 Minuten stösst du den Teig zusammen, arbeitest ihn kräftig durch, teilst ihn in drei Teile und kannst deinen Zopf flechten, um ihn anschliessend mit Eigelb zu bestreichen und zu backen.
  • Bei der Bereitung ohne Vorteig kannst du mit kalten Lebensmitteln arbeiten und den Teig sogar im Kühlschrank lagern. Er geht dann langsamer. Setzt du den Zopfteig am Abend an, kannst du in der Frühe frisch backen.

Insgesamt musst du mit etwa einer Stunde Arbeit rechnen, der Rest sind Ruhezeiten.

Welche Temperatur ist die beste für einen goldgelben Zopf?

Jeder Backofen hat seine Eigenarten. Beim Einstellen der Backtemperatur solltest du dich an deinen Erfahrungen orientieren. Empfohlen wird ein Vorheizen des Backofens. Ein Richtwert sind 180 Grad Celsius bei Ober- und Unterhitze oder 165 Grad Celsius bei Umluft. Das entspricht in etwa der Mittelhitze. Damit dir dein Butterzopf nicht breit läuft, kannst du ihn mit Backpapier eingrenzen. Um eine schöne, geschlossene Oberfläche zu erhalten, kannst du eine feuerfeste Schale Wasser in den Backofen stellen.

Wie lange muss der Zopf backen?

Die Backzeit hängt von Zubereitungsart und Ofen ab. Mit 30 bis 50 Minuten musst du rechnen. Hast du Angst, dass er zu dunkel wird, deckst du den Zopf wie einen Stollen ab.

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