Leider unterstützen wir Internet Explorer nicht mehr.

Bitte verwenden Sie Microsoft Edge, Google Chrome oder Firefox.

Finde die besten Bäcker in deiner Nähe
>
Ratgeber-Übersicht
>
Baguette selber machen: So gelingt der französische Klassiker

Baguette selber machen: So gelingt der französische Klassiker

Einfach, aber sehr lecker, ist diese französische Spezialität, die auch in der Schweiz mittlerweile ein beliebter Klassiker ist. Auch auf unseren Frühstückstisch darf das Baguette nicht fehlen. Es ist zudem der perfekte Begleiter zum Rotwein und Abendessen und schmeckt auch zwischendurch einfach gut – pur oder mit diversen Belägen verfeinert. Wie du ganz einfach Baguettes selber machst, erfährst du in einer Schritt-für-Schritt-Anleitung in unserem ausführlichen Ratgeber. Wir geben dir zudem nützliche Tipps und Tricks für den perfekten kulinarischen Genuss (fast) wie in Frankreich.

1. Das macht ein Baguette einzigartig

Ein typisches Baguette, so wie du es in Frankreich an jeder Ecke erhältst, zeichnet sich durch einige typische Merkmale aus. So sollte das perfekte Baguette sein:

  • Entsprechend seiner wörtlichen Übersetzung als „Stange“ hat die Brotspezialität eine längliche Form mit einer Länge zwischen 50 und 100 Zentimetern und einem Durchmesser von sieben bis acht Zentimetern.
  • Die Kruste des Baguettes ist knusprig und relativ dick.
  • Der Teig ist locker und luftig und weist grosse Luftlöcher aus.

2. Mehl, Wasser, Hefe, Salz: Diese Zutaten benötigst du für ein leckeres Baguette

Für ein knusprig leckeres Baguette benötigst du für den Grundteig diese Zutaten in folgender Menge:

  • 500 Gramm Weizenmehl
  • 350 Milliliter frisches Wasser
  • ein Päckchen Trockenhefe oder alternativ 10 Gramm frische Hefe
  • ein Teelöffel Salz
  • ein Baguetteblech oder alternativ ein Backblech

Ein Hinweis: Aus diesen Mengenvorgaben erhältst du drei Baguettes.

3. Die Zubereitung des Teigs

Im nächsten Schritt geht es an die Zubereitung des Teigs. Gehe dabei wie folgt vor:

  • Gib das Mehl, das Wasser, die Hefe sowie das Salz in eine Schüssel.
  • Vermische die Zutaten, indem du sie mit dem Knethaken oder in der Küchenmaschine so lange knetest (in der Regel etwa fünf Minuten), bis ein homogener, glatter Teig entsteht, der sich einfach vom Rand der Schüssel lösen lässt.
  • Decke den Teig ab und lasse ihn für eine Ruhezeit von circa einer Stunde bei Raumtemperatur gehen.

4. Den Teig richtig falten für den originalgetreuen Genuss

Um ein Baguette selber zu machen, das genauso schmeckt wie das französische Original und im Ofen später besonders hoch aufgeht, ist ein weiterer Zwischenschritt unerlässlich. Während der Ruhezeit solltest du den Teig immer wieder etwa alle zehn Minuten falten. Für die richtige Falttechnik drückst du den Teig dafür flach in Form eines Vierecks auf die Küchenfläche. Jede der vier Ecken faltest du dann bis zur Mitte. Du erhältst ein „kleines Paket“, das du umdrehst und weiter ruhen lässt. Wiederhole diesen Vorgang einige Male.

5. Die weitere Verarbeitung des Teigs, um Baguettes selber zu machen

Nachdem der Teig gefaltet wurde und durch die Hefe aufgegangen ist, kannst du ihn weiterverarbeiten. Berücksichtige dabei folgende Anleitung:

  1. Bemehle deine Hände, knete den Teig nochmal gut durch und bringe ihn in Form.
  2. Teile den Teig in drei gleich grosse Stücke.
  3. Rolle die einzelnen Stücke einzeln mit den Händen aus. Die Rollen sollten eine Länge von circa 40 bis 50 Zentimeter haben.
  4. Lege die Baguettes auf ein Baguette- oder Backblech und achte dabei darauf, dass die Naht nach unten gerichtet ist.
  5. Die Rollen solltest du nun für eine weitere halbe Stunde mit einem Tuch zudecken, um den Teig nochmals gehen zu lassen.

6. So wird das Baguette im Ofen gebacken

Im letzten Schritt werden die Teigrollen dann gebacken. Hier gilt es, folgende Anweisungen zu beachten:

  1. Heize den Backofen auf 220 bis 230 Grad bei Ober- und Unterhitze vor. Damit du eine schöne Kruste erhältst, ist Umluft nicht empfehlenswert.
  2. Befülle ein Gefäss aus Porzellan oder die Fettpfanne des Ofens mit Wasser und stelle es auf den Backofenboden, alternativ auf die untere Backofenschiene.
  3. Schneide die Teigrollen mit einem scharfen Messer längsseitig etwa fünf- bis sechsmal ein, damit das Baguette im Ofen optimal aufgehen kann.
  4. Bestreiche mit einem Wasser etwas Wasser auf die Oberfläche des Teigs.
  5. Gib die Baguettes in den Backofen und lasse sie dort für eine Backzeit von zehn Minuten.
  6. Danach nimmst du das Wassergefäss aus dem Ofen und lässt die Baguettes für weitere zehn Minuten weiter backen.
  7. Haben die Brote eine leicht bräunliche Farbe, kanns du sie nach der Backzeit aus dem Backofen nehmen und auf einem Gitterrost abkühlen lassen.

7. Der perfekte kulinarische Genuss – so werden Baguettes serviert

Grundsätzlich kannst du ein Baguette natürlich genauso servieren und verzehren, wie es dir gefällt. Ein Baguette schmeckt sowohl als eigenständige Mahlzeit mit einem herzhaften oder süssen Belag oder auch als neutraler Begleiter zum Essen. Wenn du das Baguette authentisch wie in Frankreich servieren möchtest, legst du es als Ganzes im Stück auf den Tisch. Von dem Brot kann sich dann jeder bedienen, indem er sich ein eigenes Stück abbricht. Unser Tipp: Ein Stück Baguette eignet sich auch gut dazu, die Reste vom Teller (zum Beispiel die Sosse) aufzunehmen.

Der Bäckereivergleich für die Schweiz. Finde die besten Bäcker in deiner Nähe - mit Preisen und Bewertungen!

Das könnte dich auch interessieren

Vollmilchkuvertüre: Tipps und Tricks rund um den leckeren Schokoladenüberzug

Was wäre eine Praline ohne ihren schokoladigen Überzug? Und schmeckt ein Schokoladenkuchen oder ein Feingebäck mit einer Glasur nicht gleich doppelt so gut? Für eine schöne glatte und leicht glänzende Glasur kannst du Vollmilchkuvertüre verwenden. Woraus sie besteht und wie du sie am besten schmelzen lässt und verarbeitest, erfährst du in unserem Ratgeber. Du erhältst zudem eine Anleitung, wie du Vollmilchkuvertüre ganz einfach selbst herstellen kannst.

Roggenschrot: die gesunde Alternative zum Mehl beim Backen

Ein gesundes und ballaststoffreiches Brot, das lange sättigt, kannst du als Alternative zum Mehl auch mit Roggenschrot herstellen. Aber was ist Roggenschrot eigentlich? Worin unterscheidet es sich von Roggenmehl und wofür kann es verwendet werden? Antworten auf diese Frage erhältst du in folgendem Ratgeber. Ausserdem haben wir ein schmackhaftes Rezept mit einer ausführlichen Anleitung für ein Roggenschrot-Brot ausgewählt.

Mutterhefe: Leckere feste Teige mit der Lievito Madre herstellen

Um eine authentisch italienische Pizza herzustellen, benötigst du sie genauso wie für die Zubereitung von Focaccia oder mildem Weizenbrot. Mit Mutterhefe gelingen feste helle Teige, die einen milden Geschmack haben. Den triebstarken Sauerteig kannst du auch selbst herstellen, um damit schmackhafte Brote und Pizzen zu backen. Wie das gelingt, erfährst du in unserem Ratgeber mit vielen Tipps zur Herstellung, Pflege und Verarbeitung.