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Emmermehl wird aus Emmer, einem Zweikorn des Weizens, gewonnen und gehört, neben dem Einkorn, zu den ältesten Getreidearten der Welt. Es stammt aus dem Vorderen Orient und kam von dort nach Mitteleuropa. Griechen und Römer kannten das Getreide, assen es jedoch nicht als Brot, sondern als Brei. Wie Dinkel stammt Emmer aus der Gattung des Spelzgetreides und ist von Spelzen umschlossen. Das macht die Verarbeitung zum Mehl etwas aufwändiger und komplizierter, das Getreide selbst aber auch widerstandsfähiger. Gemahlen ergibt Emmer ein klebestarkes, grobes und griessiges Mehl. Geschmacklich hat die Getreidesorte einige Vorzüge und ist eine beliebte Wahl bei gesundheitsbewussten Menschen und Gourmets. Es weist sowohl Mineralstoffe als auch wertvolle Proteine auf. Farblich ist Emmermehl eher gelblich und dunkel. Die enthaltenen wertvollen Inhaltstoffe sorgen für ein würziges Aroma.
Das Getreide hat lange und zweiblütige Ähren, die von stabilen Hüllen eingeschlossen sind. Für die Verarbeitung und das Mahlen müssen diese erst gelöst werden. Für den hohen Aufwand sind spezielle Getreidemühlen erforderlich. Daher erfolgt der Anbau des Urgetreides in Europa kaum noch und nur in ausgewählten Gebieten. In der Schweiz geschieht das im Züricher Weinland und im Schaffenhauser Klettgau. Verarbeitet wird das Urgetreide zu Emmerschrot und Emmermehl für
Für den Anbau der Getreidesorte ist kein reichhaltiger Boden notwendig. Emmer gedeiht auch auf trockenem Grund und hat eine natürliche Resistenz gegenüber Schädlingen und Umwelteinflüssen. Das ermöglicht eine hohe Standfestigkeit des Getreides und gleichzeitig die Schonung der Böden und Felder. So sorgt Emmer für eine ökologische Vielfalt, wenn es angepflanzt wird. Die Ernte findet relativ spät statt. Bei dem Urgetreide ist es wichtig, dass die Getreidekörner den geeigneten Reifegrad aufweisen. Gleichzeitig sollte die Ernte noch vor der Regenzeit stattfinden, da ansonsten die Körner aufquellen und die Backqualität leidet. Daher wird das Getreide etwa im August geerntet und verarbeitet.
Du bekommst Emmermehl nicht in allen Läden. Meistens ist es in Biogeschäften vorrätig. In der Küche ist es für das Backen von Brot und Gebäck, Nudelteig, Pizza und Kuchen geeignet, wobei diese einen einzigartigen, leicht nussigen und feinwürzigen Geschmack und eine dunklere Färbung erhalten. Emmer hat etwas andere Backeigenschaften als Weizenmehl. Das betrifft die Festigkeit und den Kleber, der beim Teig zu einer sehr geringen Dehnungsfähigkeit führt. Du musst den Teig daher ordentlich kneten und auch einige misslungene Backergebnisse in Kauf nehmen, bevor du weisst, wie der Teig optimal gelingt. Bei Gebäck und Kuchen zeigt sich eine eher eingeschränkte Backfähigkeit, sodass nach dem Backen ein geringeres Volumen resultiert.
Emmermehl ist ein Vollkornmehl, das jedoch gegenüber anderen Vollkornmehlsorten etwas würziger und aromatischer schmeckt und eine andere Färbung und Konsistenz aufweist. Das Getreide ist zwar robust, jedoch auch ertragsärmer. Neben Teigwaren eignet es sich hervorragend zur Bierherstellung. Das Emmerbier ist sehr würzig und dunkel. Für das Backen von Brot sind die eher mässigen Klebereigenschaften von Vorteil. So gelingt es, wie Vollkornbrot, schön saftig und vollmundig und ist gleichzeitig reich an Nährstoffen.
Emmer ist für die gesunde Ernährung immer eine gute Wahl. In Emmermehl ist ein hoher Anteil an Carotinoiden mit viel Vitamin A enthalten, das Abwehrkräfte stärkt und positiv auf die Sehkraft wirkt. Als Getreide enthält es nicht nur Ballaststoffe und Mineralstoffe, sondern weist auch einen hohen Eiweissgehalt auf. Das macht das Mehl gesünder als Weissmehl. Enthalten sind in Emmer dazu noch:
Emmer als Mehl enthält zwar Gluten, allerdings nur in einer geringen Menge. Wenn du hier keine Probleme hast, kannst du im eigenen Ofen leckere Brötchen backen, die durch ihren nussigen Geschmack zum Frühstück auch einmal etwas anderes sind. Das Gluten bildet in Verbindung mit Wasser Klebereiweiss, sodass im Teig Hohlräume entstehen und sich bei der Verwendung von Hefe durch die Gärung darin Kohlendioxid ansammelt. Dadurch erhalten Brötchen oder Brot eine sehr luftige Krume. Meistens wird Emmermehl mit Vollkornmehl gemischt, um das Backergebnis zu verbessern. Neben Brötchen und Broten kannst du das Mehl auch für Nudeln verwenden, da das Korn schön bissfest ist. Emmerkörner wiederum schmecken sogar als Bratlinge. Wichtig ist nur, dass du solche Teige sehr lange und langsam knetest, damit die Dehnbarkeit besser wird. Dazu muss der Teig lange ruhen, um ein festes Teiggerüst zu bilden.
Statt Emmermehl kannst du Emmerkörner kaufen und diese vielseitig in der Küche verwenden. Wenn du die Körner kochst, ergeben sie eine leckere Einlage für Eintöpfe, Suppen und Salate. Lasse dafür die Emmerkörner etwa dreissig Minuten im Wasser kochen und quellen. Für Brötchen oder ein knuspriges Emmerbrot ist es sinnvoll, Dinkelmehl mit Emmermehl zu mischen und Salz, Zucker, Hefe, Milch sowie Brotgewürz hinzuzufügen.
An seiner typischen kreisrunden Form mit der tiefen Rille in der Mitte ist es sofort zu erkennen: Jeder Schweizer kennt das Mütschli-Brötchen beziehungsweise das Weggli als schmackhaftes, leicht süsses Milchbrötchen. In unserem Ratgeber erhältst du alle wichtigen Infos rund um das Mütschli. Ausserdem verraten wir dir ein gelingssicheres Mütschli-Rezept mit einer einfachen Schritt-für-Schritt-Anleitung für die Zubereitung und das Backen.
Als ambitionierter Hobbybäcker weisst du sicher, dass es zahlreiche Teigarten gibt. Neben dem Rührboden und dem Buiskuitboden ist der Mürbeteig ein Klassiker, der die Grundlage für zahlreiche Kuchen bildet. Mürbeteig lässt sich nach einer entsprechenden Kühlzeit wunderbar verarbeiten. Meist wird er mit Hilfe eines Teigrollers ausgerollt und kann dann auch die Basis für eine leckere Tarte oder Quiche bilden. Traditionelle Weihnachtsplätzchen werden ebenso aus Mürbeteig hergestellt. Das Beste: Du benötigst keine speziellen Backzutaten, sondern hast alle Grundzutaten meist im Haus.
Ob als süsser Sonntagszopf bestrichen mit Butter oder Marmelade oder als deftige Mahlzeit, als Speckzopf – ein Hefezopf ist eine beliebte und vielfältige Backware für viele Anlässe. Einen Hefezopf kannst du dabei auch auf Vorrat herstellen, einfrieren und bei Bedarf einfach wieder auftauen und dann ofenfrisch backen. Besonders gut schmeckt der Zopf, wenn du den geformten Hefeteig noch ungebacken einfrierst. Im folgenden Ratgeber erhältst du eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Zubereitung und zum Einfrieren eines Hefezopfteigs. Ausserdem geben wir dir Tipps, wie du einen eingefrorenen Hefeteig wieder auftaust und backst.
Ein helles Brot, das keine vollen Körner enthält und dennoch ein Vollkornbrot ist? Wer jetzt denkt, dass es das nicht gibt, der irrt sich. Auf das saftige und leicht herzhaft schmeckende Grahambrot treffen all diese Eigenschaften zu. Was den fast in Vergessenheit geratenen gesunden Brotklassiker auszeichnet, woraus das Grahammehl besteht und wie du ein Grahambrot selbst mit wenigen Zutaten und ohne grossen Schwierigkeitsaufwand selbst backst, verraten wir dir in unserem Ratgeber.
Die Kombination aus fluffigem Teig, süssen Früchten und einer knusprig und gleichzeitig weichen Eischnee-Zuckermasse macht eine Baisertorte zu einem besonderen Geschmackserlebnis. Eine Baisertorte passt zu vielen Anlässen, sie macht bereits optisch einiges her und ist dabei ganz einfach herzustellen. In unserem Ratgeber erklären wir dir, wie du Baiser selber machst und was du bei der Zubereitung beachten solltest. Ausserdem erhältst du noch ein gelingsicheres Rezept für eine Baisertorte.
Wer liebt ihn nicht, den wunderschön anzuschauenden, süss duftenden Zopf, der zu Feiertagen oder beim Sonntagsfrühstück für Furore sorgt? Vielen gilt er als grosse Kunst des Backens. Der Respekt vor der Zubereitung des Hefezopfs ist berechtigt. Doch das Hantieren mit Mehl und Butter ist kein Hexenwerk. Die Arbeitsschritte sind leicht zu lernen, schon die Vorbereitung macht Spass. Du kannst das Hefegebäck sogar zusammen mit Freunden oder deinen Kindern backen. Vor dem Osterfest oder zu Weihnachten ist das ein besonderes Highlight, an dem sich alle gerne beteiligen. Welche Zutaten du brauchst und wie dir ein lockerer Zopf gelingt, erfährst du hier.