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Konditor und Confiseur – Ausbildung und Beruf

Konditor und Confiseur – Ausbildung und Beruf

Viele Menschen kaufen ihr Brot in einer Bäckerei und suchen Konditoreien auf, um sich eine leckere Torte, ein Eis oder Qualitätspralinen zu gönnen. Der Beruf des Konditors und Confiseurs ist in der Schweiz stark gefragt, besonders in den grösseren Städten. Die Experten in Sachen Süssgebäck benötigen eine umfangreiche Ausbildung für die Zubereitung von Süssspeisen, Torten und Kuchen. Die Arbeit umfasst jedoch weitaus mehr als nur das Talent zum Backen.

Was ist der Unterschied zwischen einem Konditor und einem Bäcker?

Heutzutage ist der Unterschied zwischen beiden Berufen nicht mehr so gross. Trotzdem haben Bäcker und Konditoren verschiedene Aufgaben. Der Konditor stellt vor allen Dingen süsse Backwaren her, darunter Feingebäck wie

  • Torten
  • Kuchen
  • Konfekt
  • Pralinen
  • Zuckererzeugnisse

Er ist für die kreativen und feinen Sachen zuständig, hantiert auch gerne mit dem Spritzbeutel. Der Bäcker erlernt die Grundausbildung für die Zubereitung von Brot, Brötchen, Teigarten und Backwaren, kennt sich natürlich auch mit Kuchen und Torte aus. Er ist entsprechend eher für das „grobe“ Handwerk verantwortlich. Gerade in modernen Zeiten sind Bäckereien und Konditoreien meistens ein und dasselbe, wobei in der Schweiz und auch anderen Ländern noch spezialisierte Läden existieren, die entweder nur Brot oder nur Süss- und Backwaren verkaufen. Möchtest du aufwändigere Torten, die aus traditionellem Handwerk stammen, ist der Besuch einer Konditorei sicherlich besser.

Was sind ein Confiseur und eine Confiserie?

Neben Bäcker und Konditor gibt es noch den Confiseur. Dieser ist für die Fertigung von Schokolade oder für die Veredlung von Konfekt und Gebäck mit Schokolade zuständig. Eine Confiserie ist daher immer ein Süsswarengeschäft, das ausschliesslich Süssigkeiten und Schokolade verkauft. Die Auswahl ist wesentlich grösser als die, die du in einem normalen Supermarkt oder Lebensmittelgeschäft kennst, und gleichzeitig auch edler und von höherer Qualität.

Was macht den Beruf eines Bäckers und Konditors aus?

In der Schweiz gibt es für die Ausbildung die Fachrichtungen Bäckerei-Konditorei und Konditorei-Confiserie. Während die erste für das Backen von Brot, Brötchen, Blätterteig und Kuchen, auch für das Belegen von Sandwichs oder die Zubereitung von Müsli und Salaten zuständig ist, beschäftigt sich die zweite ausschliesslich mit Süssem. Der Konditor oder Confiseur arbeitet mit Schokolade, Cremes, Marzipan und Nüssen, stellt Torten, Pralinen, Konfekt, Desserts, Speiseeis und Weichnachts- und Ostergebäck her. Die eigentliche Kunst des Konditors ist das Dekorieren und die Verfeinerung verschiedener Backwaren. Dabei können ganz eigene und individuelle Kreationen entstehen, die nicht nur für das Auge interessant sind, sondern auch den Geschmack verzaubern.

Wie erfolgt die Ausbildung zum Konditor?

Da das Fachgebiet in der Schweiz im Grunde alle drei Berufe kombiniert, lernst du bei einer Ausbildung zum Konditor alle Grundlagen für die Verarbeitung von Rohstoffen und Lebensmitteln, die Zusammenstellung von Rezepten und das eigentliche Handwerk, so das Formen von Broten, Brötchen und Zöpfen und die Herstellung von Biskuit und Füllungen für Torten. Spezifischer ist die Arbeit mit Fingerspitzengefühl, darunter die Verwendung von Spritzbeuteln für das Verzieren oder das Ausstechen von Formen. Du lernst ebenso, was für den Verkauf und die Kundenbetreuung wichtig ist, oder wie Geschenkartikel oder Verkaufs- und Schaufensterauslagen gestaltet werden. Zu deinen Aufgabenbereichen gehört ebenso die Reinigung der verwendeten Maschinen und der Theken. Die Ausbildung dauert in der Schweiz für beide Fachrichtungen drei Jahre.

Was sind die Voraussetzungen und Anforderungen für die Ausbildung zum Konditor und Confiseur?

Handwerkliches Geschick, eine gute Technik und die Freude am Backen, Zubereiten und Dekorieren sind für die Ausbildung zum Konditor und Confiseur eine gute Voraussetzung. Du benötigst für die Bewerbung den Abschluss einer obligatorischen Schule mit mittleren und hohen Anforderungen. Wichtige Voraussetzungen sind weiterhin:

  • Kreativität
  • Geschick
  • schnelle Arbeitsweise
  • Hygienebewusstsein
  • Ordnungssinn
  • Sinn für Farben und Formen
  • Freude am Umgang mit Back- und Süsswaren
  • guter Geschmacks- und Geruchssinn
  • Allergiefreiheit
  • gepflegtes Erscheinungsbild
  • hohe Belastbarkeit

Wo übe ich den Beruf als Konditor und Confiseur aus?

Nach der Ausbildung findest du schnell eine Anstellung in Bäckereien, Konditoreien und Confiserien, aber auch in der industriellen Produkt- und Süsswarenindustrie. Viele Konditoren arbeiten auch auf Kreuzfahrtschiffen, beim Partyservice oder im Hotel- und Gastronomiebereich. Gerade hier ist der Verkauf von Torten, Kuchen und Eis gängig und bleibt der aufwändigen Zubereitung und Gestaltung wegen nicht den Köchen überlassen. Tätigkeiten dieser Art übst du aber genauso in Krankenhäusern und Altersheimen aus oder im Schichtbetrieb bei Unternehmen. Besonders an Festtagen sind Konditoren gefragt.

Wann beginnt die Arbeit eines Bäckers oder Konditors?

Wenn du als Kunde in eine Bäckerei gehst, die morgens um sechs oder sieben Uhr öffnet, erhältst du in der Regel frische Brote, Brötchen und andere Backwaren. Das lässt sich natürlich nicht umsetzen, wenn der Betrieb erst mit dem Öffnen des Geschäfts beginnt. Die Vor- und Zubereitung findet wesentlich früher statt. Meistens beginnt die Arbeit etwa um vier Uhr in der Frühe. Dafür hast du später den Nachmittag für dich. Du bedienst bis etwa vier Uhr die Kunden, säuberst die Arbeitsplatten und Geräte und geniesst dann die freien Stunden.

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